Der Himmel über Innsbruck

Kakanien Juni 11th, 2008

Heute bewölkt und lärmig. Das eine liegt am Wetter, das andere an der EM - denn die Tiroler schützen seit Andreas Hofer alles, was ihnen am Herzen liegt. Okay, sie haben damals verloren, aber heute soll alles anders sein.

Seit Stunden dröhnt ein Hubschrauber über mir und beobachtet mich. Wahrscheinlich ist der Pilot ein Leser dieses Blogs und vermutet unter sich ein Terrornest.

Oder er beschützt den Innenminister, der bekanntlich von der “großen” Politik in Wien genug hat und sich als Kleinpolitiker verdingen will. Weil seine Partei grade mal 10 Prozentpunkte, also 20 Prozent seiner Stimmen verloren hat, ist aber eigentlich alles in Ordnung. Meint zumindest der amtierende Hauptmann und will, was alle Politiker wollen: bleiben.

Der “Rebell” Dinkhauser ist nicht mehr so streng und kann schon mit dem Herrn Platter reden - und bald vielleicht auch mit dem Herrn Staa. Schließlich ist der leutselige “Fritzl” Mitglied der ÖVP und gemeinsam zusammen haben sie 60 Prozent, das erinnert an die CSU in besseren Zeiten.

Aber was macht der Hubschrauber über meinem Kopf?

Er dröhnt. Vielleicht will er mir mitteilen, wie das demnächst sein wird, wenn der Innsbrucker Flughafen vergrößert wird.

Trotz Widerständen der Bürgerinnen und Bürger. Die Frau Bürgermeisterin - wie Herr Fritzl aus der ÖVP hervorgegangene “Rebellin” - will es so. Und der SP-Chef hört sowieso, laut einem Interview in der Parteizeitung (!) am liebsten, na, was wohl?

“Das Dröhnen schwerer Motoren.”

Tja, da haben es die Befürworter eines Lebens ohne Lärm schwer. Und leider keinen lebenden Andreas Hofer, der sich heutzutage einer vernünftigen Sache annehmen könnte: dem Kampf gegen Lärm etwa.

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