Archiv für Juni, 2006

Fußball

Kakanien Juni 26th, 2006

Wenn Fußball analysiert wird, dann ist das natürlich Männersache. Ob ZDF oder ORF oder ARD: Überall wird sachlich analysiert von Männern, die von einer Halbzeit konditionsmäßig höchstens drei Minuten durchhalten würden. Aber das ist „nicht Sache“, wie wir Deutschösterreicher sagen. Es geht um Experten.
Und was sagen uns diese?

Zum Beispiel beim Spiel Brasilien gegen Japan der deutsche Reporter:
„Die Brasilianer spielen aus dem Bauch heraus.“
Tja, wer hätte das gedacht?
Dabei fiel kein einziges Tor mit dem Bauch, sondern bloß mit dem Kopf. Allerdings von einem ziemlich bauchlastigen Menschen, nämlich Ronaldo. Aber der ist bei der deutsch-österreichischen Analyse nicht gefragt.
Der Kopf, meine ich natürlich.

Sehr sympathisch allerdings Herr Hickersberger. So fernsehtauglich kann kaum jemand die Stirn runzeln, wenn man von Bruno Kreisky, der leider tot ist, absieht. Hier wird klar: es geht um Weltbewegendes.

Noch spannender der Herr der Fälle, unser aller Schneckerl, der Prohaska.(„der erinnert mich an unserem Müller.“)
„Wir schaun sich das jetzt an“, sagt er und schreitet müde zu einer Superanimation mit 3-dimensionalen Spielern. Dort erklärte er, warum ein Tor gefallen ist oder nicht, während der Herr Redakteur mit offenem Mund zuhört.

Die Sportreporter des ORF schaffen es sogar chauvinistisch zu sein, ohne dass Österreich teilnimmt (beim Spiel Frankreich gegen Togo):
„Nicht einmal gegen die zum Teil dritt- und viertklassigen Fußballern aus Togo gelingt den Franzosen ein Tor.“ (ORF)
Ja, die Franzosen können halt nicht mithalten mit den österreichischen Spielern. Die hätten Togo zugeballert, dass alle sich gewundert hätten. Schade, dass wir die Teilnahme nicht ge-schafft haben. Und schade, dass Togo nicht zu Europa gehört. Dann hätten wir es ihnen 2008 gezeigt!

Da sind wir nämlich dabei, daran hindern uns nicht einmal zweitklassige Fußballer aus England oder Portugal.

Die Wahrheit über den Wienbesuch von Bush

Kakanien Juni 20th, 2006

Gestern erhielt ich eine Mail von meinem lieben Freund Wolfgang Tausig, der die Wahrheit über den Wienbesuch von Tschortschi Bush enthielt. Nun, da alle Hacker Bescheid wissen, möchte ich die ganze Wahrheit auch auf Kakanien veröffentlichen!

Lieber Erich,

da morgen in Wien so ziemlich alles verboten sein wird, schreib ich Dir lieber heute schon. Vielleicht werden ja auch noch die Telefonleitungen gekappt und alle e-Mail Server verschweißt! Mir war ja nie so ganz klar, warum Mr. Bush nach Wien kommt, das Burger-Foto mit Schüssel hätten Sie ja auch wo anders knipsen können und sonst sind eigentlich alle eher nur angfressen!

Dann dachte ich mir, daß er wegen des Rolling Stones-Konzerts kommt, aber seit Keith reife Kokosnuß spielte, war diese Interpretation auch weg … blieb also nur mehr Dein Geburtstag.

Ich meine, Du kannst ja einladen, wen Du willst, trotzdem frage ich mich aber, was ich dafür kann, daß double u zu Deinem double five kommt. Entlang des Weges zu meinem Büro stehen die Sperrgitter bereit, Halteverbotsschilder sind aufgestellt. Mal sehen, ob ich morgen abends von der Arbeit nach Hause und übermorgen überhaupt zur Arbeit komme. Wenn ich nicht nach Hause darf muss ich überlegen, was gefährlicher für mich ist: bei Licht die Nacht durchzuarbeiten (beleuchtetes Fenster im Sperrgebiet) oder im Finstern auszuharren (wieso verbringt jemand die Nacht im Finstern in einem Büro?) beide Varianten müssten eigentlich dem Secret Service sauer aufstoßen!

Noch etwas: wenn Dir der Bush Deinen Geburtstagsburger überreicht, wundere Dich nicht, warum er etwas steif gehen wird. Der Wienbesuch wird lt. Secret Service als sehr gefährlich eingeschätzt und er wird für die Dauer des Aufenthalts eine kugelsichere Weste tragen. In diesem Sinne, lieber Erich, alles Gute in und zu einer verrückten Welt!
Wolfgang

PS: Noch ein Tipp: Lass George die Sektflasche öffnen, das Geräusch des Stoppels könnte den Geheimdienst nervös machen und es ist besser, wenn die sicherheitshalber ihn statt Dich abknallen!

Alle in den Bush!

Kakanien Juni 20th, 2006

Ich höre gerade das Ö1-Mittagsjournal. Eine seltsame Nachricht einer Redakteurin: Der US-Präsident besucht nicht Österreich, sondern die EU.

Seltsam, seltsam.

Wo doch alle meinen, der Präsident sei jetzt mit Österreich auf du und du, sozusagen perdu und komme nur, weil unsere Schüssel der netteste aller Menschen ist.

Ehrlich gesagt:
Eigentlich kommt der Präsident weder wegen der EU noch wegen unserem Kanzler nach Österreich. In Wirklichkeit kommt er wegen … ja: MIR. Aber das ist vorläufig noch ein Geheimnis.

Sie, liebe LeserInnen, wissen es nun.
Und bald erfahren Sie auch den Grund, warum er mich besucht.

Bis bald
Ihr/euer Erich Ledersberger

EU in den Startlöchern

Kakanien Juni 19th, 2006

Die EU hat derzeit den kakanischen Kanzler als Befehlshaber. Als solcher begrüßt er (sein Name sei Schüssel) den amerikanischen Feldherrn in Wien - für ganze 20 Stunden!

Selten war der Kanzler so stolz auf sich und sich!

Fronleichnam in Tirol

Kakanien Juni 19th, 2006

Das heilige Land im Westen geriet vorige Woche in höchste Verzweiflung: einerseits war der Feiertag “Fronleichnam”, was so viel wie “Leib des Herrn” heißt, andererseits gab es im Landesmuseum eine Ausstellung zum Thema “Geschichte der Sexualität”. Leib und Sexualität passen vielleicht für Fremdgläubige zusammen, den katholischen Tirolern dreht sich bei dieser Kombination den Magen um. Sexualität darf keinen Spaß machen, das widerspricht der katholischen Lehre.

Was also tun?

Wo die Not groß ist, naht Rettung, so auch diesmal in Form eines Gedankens: Christo verhüllt den Reichstag, wir verhüllen, nein, nicht die Monstranz, die an diesem Feiertag durch die Stadt getragen wird, sondern die Plakate!

Und so gelang es den wackeren Tirolern wieder, wie 1809, das Land vom Einfluss fremder Mächte zu beschützen.

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