Archiv für September, 2006

Boxenluder?

Kakanien September 26th, 2006

Als die derzeitige Justizministerin Gastinger von Kärnten ins Ministerium übersiedelte, bedachte Herr Haider sie mit diesem wenig schmeichelhaften Ausdruck. Heute bezeichnete er sie im ORF als Musterbeispiel der “Haiderschen Kaderschmiede” und beschwerte sich darüber, dass der Kanzler ihm die besten Leute klaut.
Gibt es eine Kaderschmiede für Boxenluder im BZÖ?
Und für aalglatte Finanzminister?
Und böse Liberale wie Heide Schmidt?

Dann würde ich mir als Herr Haider allmählich überlegen, was in meiner “Kaderschmiede” falsch läuft. Schließlich hat auch ein gewisser Herr Westenthaler irgendwann gemeint, dass auch er nicht mehr in die Politik zurückkehrt.

Oder will das BZÖ beweisen, dass es mit dem österreichischen Fußballteam niveaumäßig mithalten kann? Als bestmöglichste (Copyright Westenthaler) Alternative zu … tja, zum Beispiel zu … äh … FPÖ … nein, das ist das BZÖ eigentlich selbst, nur dürfen sie das nicht sagen. Also jedenfalls: das BZÖ bleibt das bestmöglichste …………. (bitte selbständig einsetzen).

Staatsbürgerschaftstest

Kakanien September 18th, 2006

Wer ein echter Österreicher werden will, muss gebildet sein - klarer Fall! Immerhin liegen wir bei der Ausbildung von AkademikerInnen weit vor der Türkei.

Bildung ist in einem so bunten Staat wie dem unseren aber auch regional verschieden. In Kärnten gibt es zum Beispiel so viele Sprachen, dass der Landeshauptmann dort die “deitsche Sproche” sogar per Plakat einfordern muss! Kein Wunder, dass die zukünftigen Österreicher darüber hinaus echte Steirer, echte Wiener, echte Tiroler sein müssen.

Deshalb gibt es im Staatsbürgerschaftstest länderspezifische Fragen. Zum Beispiel in Tirol:

Frage: Welches Kloster wurde von Meinrad erbaut? (Natürlich eigenhändig, der Tiroler ist ein ordentliches Mannsbild.)

Ursprünglich sollte nun der Name des Klosters genannt werden, aber weil kein einziger Tiroler Politiker die Antwort wusste, gibt es nun einen mutiple choice, den fast alle heimischen Politiker richtig beantworteten:

a) Andreas Hofer
b) Napoleon
c) Keiner von beiden

Und wenn ein Tiroler Politiker die richtige Antwort weiß, dann muss das auch jeder Fremde können! Auf diese Weise gelingt es vorbildlich, alle guten zukünftigen Österreicher, die natürlich weiterhin Ausländer genannt werden, ins Töpfchen zu werfen.

Wieder ein Beweis dafür, dass österreichische Bildung die beste der Welt ist.

Dem Intschenör

Kakanien September 16th, 2006

ist bekanntlich nichts zu schwör. Höchstens die deutsche Sprache, schließlich will er Pflegekräfte aus dem Ausland “lukrieren”. Er meint wahrscheinlich “rekrutieren”, aber die deutsche Sprache gehört bekanntlich zu den schwierigsten.

Andererseits: braucht man als Intschenör die Sprache? Wahrscheinlich auch irgendwie, aber leider ist der Intschenör auch Politiker, wenn er nicht gerade beim Herrn Stronach einen Schreibtisch gegen viel Geld besetzt und heißt Westenthaler. Als solcher steht er einer Partei vor, die sich BZÖ nennt und Partner der ÖVP ist. Wer Herrn Schüssel wählt, wählt also Herrn Westenthaler. Vielleicht sogar zum Innenminister, der dann 300.000 Ausländer nach Hause schicken will. Dessen Chef wiederum ein Landeshauptmann ist, der Bescheide des obersten Gerichtes dieses Landes nicht einhält.

Das sollte sich der kleine Mann einmal leisten!

Aber in diesem Land ist vieles möglich, seit eine Regierung der Provinzialität an der Macht ist. Und es ist zu befürchten, dass ihre Zeit nicht abgelaufen ist.

Gründe dafür gibt es mehrere. Der schweigende Bundeskanzler etwa ist die exakte Kopie des Durchschnittsösterreichers. Der hält bekanntlich nichts von Sachlichkeit oder Analyse, sondern reagiert im Falle eines Problems mit Schweigen. Den Durchschnittsösterreicher gibt es zwar nur in der Statistik, aber offensichtlich auch bei Wahlen. Er macht in etwa die Hälfte der Bevölkerung aus.  Wenn wir am 1. Oktober Glück haben,  sind  es weniger.

Dazu kommt eine hilflose SPÖ, die sich mit Hilfe von sogenannten Managern um das eigene Geld gebracht hat. (Bestimmten Managern ist es nämlich grundsätzlich egal, von wem sie ihr Geld erhalten. Hauptsache, sie selbst verdienen daran. Ihnen ist es auch egal, ob sie in der “Privatwirtschaft” - ein seltsamer Ausdruck übrigens - oder in einem öffentlichen Betrieb arbeiten. Das Wichtigste sind sie selbst.) Und beim Geschäftsführer Josef Czap fällt auch Unbeteiligten der Wiener Ausdruck “Tschapperl” ein.

Die Grünen versuchen verzweifelt, eine Politik der Sachlichkeit und Ehrlichkeit zu machen. Bei ihnen finden sich weder Menschenfeindlichkeit, noch Ausländerhass, dafür Argumente für die Gesamtschule, für mehr Bildungsausgaben, gerechtere (von gerecht sind wir meilenweit entfernt) Verteilung unseres Wohlstandes - so viel Klugheit wird nicht gut enden!

Sorry, aber mit so einem Programm wird in Österreich keine Wahl gewonnen.

Wollen wir das?

Kakanien September 12th, 2006

Das hat uns gerade noch gefehlt! Nach PISA urteilt die OECD über Österreichs Bildung und stellt ein vernichtendes Urteil aus. Aber diese Leute haben eben keine Ahnung von Schule und Pädagogik. Unsere Frau Bildungsministerin erklärt in einfachen Worten, was wirklich der Fall ist:

“Schaun Sie”, sagte sie im heutigen Ö1-Mittagsjournal sinngemäß. “Schaun Sie. Wir haben in der Ausbildung von Akademikern bereits die Türkei hinter uns gelassen. Das ist ein Erfolg unserer super Politik. Und wissen Sie, ich sage Ihnen eines: da kommen die sogenannten Experten und sagen, in Italien sind mehr Akademiker. Das ist aber so, dass dort ja schon die Kindergärtnerinnen eine Universität abschließen müssen. Und jetzt frage ich Sie: wollen wir das wirklich?”

Gebildete Kindergärtnerinnen? Na Gott bewahre! Die bringen den Kleinen womöglich was Gescheites bei. Und wenn die groß sind: die wählen sicher nicht die Partei unserer Frau Bildungsministerin.

Wollen wir das?

Österreich soll Türkei werden!

Kakanien September 12th, 2006

Der österreichische Wahlkampf, der olympische Höhepunkt des hiesigen Kabaretts, liefert einen Sketch nach dem anderen. Spitzenkräfte sind beim BZÖ zu finden, Anführer ist derzeit Herr Westenthaler, ehemals Hojac. Im TV-Duell mit dem sozialdemokratischen Gegner zauberte er einen Brief aus dem Hut, in dem ein Wiener Abgeordneter der SPÖ über die Ersetzung eines Gipfelkreuzes durch einen Halbmond philosophierte.

Ein klarer Beweis für die Islamisierung der Sozialdemokratie - und das nach der früheren Verjudung in der Zwischenkriegszeit!

Einen Tag später meldete sich eine Künstlergemeinschaft zu Wort, die den Brief geschrieben hatte. Herr Westenthaler und sein BZÖ bestanden darauf, dass der Brief echt ist. Erst nach weiteren Beweisen hielt man den Mund.

Allerdings hat Herr Westenthaler laut gut informierten Quellen noch einen Brief im Köcher: Darin steht zu lesen, dass die Grünen fordern, Inländer Rum muss künftig Ausländer Rum heißen. Typisch für diese heimatlosen Gesellen. Und Gesellinnen.

Seltsamerweise fordert ein Tiroler BZÖ-Kandidat, dass Österreich sich der Türkei anpassen soll. Nein, er meint nicht, dass wir noch weniger Akademikerinnen und Akademiker ausbilden sollen (nur die Türkei liegt noch hinter uns), sondern es darf kein Brunnen türkisch klingen.

In Wörgl spendete nämlich ein türkischer Verein der Stadt einen solchen. Unerhört, befand der BZÖ-ler. Solange in der Türkei keine Kirchen gebaut werden dürfen, darf auch kein Brunnen von einem türkischen Verein spendiert werden.

Österreich soll also die Türkei werden. Eine interessante Forderung des BZÖ!