Archiv für August, 2007

Einfach süß!

Kakanien August 9th, 2007

Und so süß einfach. Würden die Herren - ja, es handelt sich um ein männliches Phänomen, daher müssen Frauen hier benachteiligt werden - nicht aus unser aller Einkommen bezahlt werden, das Lachen könnte noch herzhafter ausfallen.

Hatte Peter Westenthaler uns allen noch Hoffnung gemacht, indem er das tiefe Niveau der Politik (Copyright Hojac) durch seinen Abschied heben wollte, bleibt in der kakanischen Wirklichkeit alles gleich.

“Schizophrene, Egomane, Teufel” nennen einander die Funktionäre der FPÖ und des BZÖs, des Belustigungs Zentrums Österreichs. Da bleibt selbst einem Westenthaler nichts übrig, als diesen Sumpf zu verlassen. “Werd ich halt Unternehmer”, plant er laut Standard.

Na dann, liebe Bodyguards: es gibt neue Arbeitsplätze!

Innsbruck informiert Teil 2

Kakanien August 5th, 2007

Der August bringt nicht nur die “Hundstage”, sondern auch die supermegatolle Zeitung “Innsbruck informiert” der Magistratsabteilung I. Wenn die Bürokratie ein Monatsmagazin macht, erzittert bekanntlich die Medienlandschaft. Näher am Puls der Zeit sitzt kein irdisches Wesen und so wartet ganz Innsbruck darauf, was Aufregendes passiert ist.

Wer geboren ist, verrät das publizistische Highlight (=Hochlicht) “Geburten”, wer in den heiligen Stand der heiligen Ehe im heiligen Land getreten ist die Rubrik “Eheschließungen” und die Toten werden unter “Sterbefälle” aufgelistet. Nur die Scheidungen werden nicht erwähnt, obwohl sie für manche Menschen sicher freudigere Ereignisse sind als der Tod oder die Ehe.

Das Wichtigste allerdings ist die Botschaft, die zwischen den Zeilen steht.

Das Familienspiel SDH (Such die Hilde, nämlich die Fotos der Bürgermeisterin Hilde Zach) verrät, wie die Machtverhältnisse in der Stadtregierung gerade sind. Da mag der Vizebürgermeister in einer anderen Zeitung noch so versichern, dass er von seiner Chefin, der Frau Bürgermeisterin nicht überfahren werde - entscheidend ist, wer wie oft in der Zeitung “Innsbruck informiert” abgebildet ist.

Und da zeigt sich für den Politikwissenschafter etwas hochgradig Neues:
Hilde Zach, die einen Monat zuvor noch unangefochtene siebzehn Mal (!) abgebildet war, bringt es dieses Mal auf schwächelnde neun Fotos. Ihr Verfolger, der Vizebürgermeister, kam ihr mit acht (!) Fotos nahe wie nie zuvor.

Mit anderen Worten:
Es tut sich was in Innsbrucks Politik!

Wir berichten weiter über das spannende Fotomatch zwischen Bürgermeisterin Hilde I und ihrem Prinzen, Eugen I geborener Sprenger.

Deutschaufgabe

Kakanien August 4th, 2007

Deutschlehrerinnen ist die Lektüre des Innsbrucker Stadtblatts zu empfehlen! Die kostenlose Zeitung, die Woche für Woche in meinem Postkasten landet, ist eine Fundgrube für Rechtschreibfehler und inhaltliche Leere.

“Kein politisch gewählter Mandatar gibt gerne zu, überfahren zu werden” heißt es in einem zündenden Kommentar. Die Aussage gilt auch für den Rest der Menschheit, aber bei einem Politiker scheint das besonders schlimm zu sein. Noch dazu, wo er danach in der Universitätsklinik landen würde. Dort geht es wild zu.

“Chirurgie wird ein schwarzer Block!” lautet die Überschrift auf Seite eins.

Ich befürchtete bereits, das Spital sei in die Hände der Anarchisten gelangt, da klärte mich der Schreiber auf. Es sei geplant gewesen, das Gebäude schwarz anzustreichen. Ein Operationshaus samt Bettenstation als Sarg, so viel Symbolik wollten die Chirurgen nicht und so habe man sich auf ein dezentes Grau geeinigt.
Tja, eine fröhliche Farbe tut immer gut.

Es gibt auch gute Nachrichten:
“Tankstellen retten Hungernde” - nein, die Erdölkonzerne haben sich nicht entschlossen, einen Teil ihrer Gewinne der 3. Welt zu spenden. Es geht um den Einkauf am Sonntag. Weil der moderne Mensch zwar weniger arbeitet, aber mehr “Freizeitstress” hat, bleibt keine Zeit für den Einkauf während der Woche.

So kommt es, dass am Sonntag tausende, wenn nicht hunderte Innsbrucker am Hungertuch nagen. Für sie gibt es Tankstellen, die ihnen das Überleben ermöglichen.

Wenn das keine Sensation ist, dann nur mehr die Meldung über zwei Betrüger:
“Die Ausländer, die jedoch Deutsch gesprochen haben waren dunkel gekleidet und haben schwarzes Haar.”

Ausländer, die Deutsch sprechen!
Die Kriminellen werden immer raffinierter.

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